Kräuter


ECHTE ARNIKA

Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler; auch als Bergwohlverleih bekannt; streng unter Artenschutz stehend.

Gesundheit: wirkt entzündungshemmend und antiseptisch; wird bei Prellungen, Schwellungen und Mundschleimhautentzündungen verwendet; regt die Durchblutung an und erleichtert die Absorption von Blutungen unter der Haut; lindert arthritische Schmerzen; nicht auf verletzter Haut anwenden.

Schönheit: beliebt in Cremes und Lotionen zur Stärkung geplatzter Äderchen; wirkt entzündungshemmend, lindert Reizungen, reinigt die Haut.

Volksglaube: an den Rändern von Feldern und in den Fenstern ausgelegt schützt Arnika das Hab und Gut vor Blitzschlag.

ARNIKA GÓRSKA

POKRZYWA
GROSSE BRENNNESSEL

Staudenpflanze aus der Familie der Brennnesselgewächse; auch als Scharfnessel oder Hanfnessel bezeichnet.

Gesundheit: wirkt günstig auf die Verdauung, wirkt blutreinigend, verjüngend, unterstützt den Gewichtsverlust, harntreibend.

Schönheit: wird in Haarkuren und Shampoos gegen Schuppen, Seborrhö und Haarausfall verwendet.

Küche: als Beigabe zu Salaten, Cocktails, als Hauptbestandteil von Suppen und Pesto (hoher Vitamingehalt in jungen Brennnesselblättern).

Volksglauben: schützt Haushalte gegen Feinde und böse Mächte.


SILBERDISTEL

Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Steht seit 2014 teilweise unter Artenschutz.

Gesundheit: verdauungsfördernd, antibakteriell, schweißtreibend, harntreibend und fiebersenkend. Kann bei übermäßigem Konsum abführend wirken und Erbrechen auslösen.

Küche: die Korbböden werden ähnlich wie Artischocken gegessen.

Volksglauben: schützte in der Kinderwiege gegen Flüche und wirkte beruhigend; sollte bei Verzehr durch Kühe und Schafe nach der Kalben für gute und gesunde Milch sorgen.

DZIEWIĘĆSIŁ BEZŁODYGOWY

WROTYCZ POSPOLITY
RAINFARN

Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler; auch als Wurmkraut bezeichnet.

Gesundheit: Bestandteil von Spülungen für problematische Haut bei Entzündungen und Parasiten (Krätze, Läusebefall); nicht zur inneren Anwendung geeignet (die Blüten enthalten toxisches Thujon).

Küche: im Mittelalter als Gewürz verwendet; die Korbböden wurden in Teig ausgebacken, die Knospen wurden wie Kapern verzehrt.

Volksglauben: die getrockneten Pflanzen wurden in Gebetsbüchern in die Kirche mitgenommen (gegen das Einschlafen während langweiliger Predigten); am Vorabend des Adalberttags wurden die Kühe mit geweihtem Rainfarn beräuchert, um sie gegen Flüche zu schützen; ein Kranz aus Rainfarmblüten an der Wand im Haus sollte gegen Blitzeinschlag schützen.


BÄRLAUCH

Pflanzenart aus der Unterfamilie der Lauchgewächse und Familie der Amaryllisgewächse; wird auch als wilder Knoblauch, Waldknoblauch oder Hundsknoblauch bezeichnet; die Bezeichnung geht auf Bären zurück, die nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf Bärlauchblätter suchten und fraßen, um sich zu stärken und Kraft zu schöpfen.

Gesundheit: pilz- und bakterientötend; blutdrucksenkend, reguliert den Magen, stärkt die Atemwege und das Immunsystem.

Gesundheit: stärkt Haut, Haar und Fingernägel.

Küche: Beigabe zu Suppen und Salaten; kann in Olivenöl mariniert werden.

Volksglauben: schützt gegen Flüche, Gerüchte und böse Menschen.

CZOSNEK NIEDŻWIEDZI

MNISZEK POSPOLITY
LÖWENZAHN

Staudenpflanze aus der Familie der Korbblütler; auch als Butterblume, Pusteblume oder Kuhblume bezeichnet.

Gesundheit: unterstützt Verdauungssystem und Harntrakt, trägt zur Senkung des Blutzuckers bei, wirkt entzündungshemmend und antioxidierend.

Schönheit: wirkt günstig auf trockene und alternde Haut.

Küche: Bienentrachtpflanze; die Blätter werden in Salaten und Suppen verspeist, die gerösteten Wurzeln werden zu Ersatzkaffee verarbeitet.

Volksglauben: sieben am Bartholomäustag vor Sonnenaufgang ausgegrabene Löwenzahnwurzeln wurden im Beutel als Amulett gegen Flüche getragen.